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Ankündigungen und Neuigkeiten
               


   
Die Jahresbeiträge für 2018 sind fällig. Die Einzelmitgliedschaft beträgt € 35,-, Ehepaare zahlen € 50,-. Bitte überweisen Sie Ihren Beitrag auf unser Konto
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          Aus Rationalisierungsgründen versenden wir den Kulturbrief an alle Mitglieder,
         die eine Email-Adresse besitzen, nur noch digital. Vorteile: Der Kulturbrief kommt
         früher, die Fotos sind farbig, Vorab-Informationen können zwischendurch erhalten
        werden, auf Wunsch auch Infos über kulturelle Veranstaltungen in Braunschweig.
        Schicken Sie bitte Ihre Email-Adresse an
big.sonnek@gmx.de
   
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  Philosophischer Stabwechsel
       Birgit Sonnek
       Am Mittwoch, dem 26. Sept. 2018, wird Aribert Marohn uns     

       zum letzten Mal seine beliebte Philosophische

       Buchvorstellung präsentieren, da er aus Altersgründen seine

       Aufgaben reduzieren will, um sich noch intensiver seinen         
       vielfältigen anderen Interessen widmen zu können.
       Wir bedauern das sehr, haben aber Verständnis für
sein Anliegen. Zum Glück versprach er, uns noch erhalten zu  bleiben und uns gelegentlich durch ein Referat an seinem sehr breit gefächerten Wissen teilhaben zu lassen. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und viel Glück bei all seinen Aktivitäten. 

                                
Philosophie: Geist und Natur
     Moderation: Dr. Helmut Blöhbaum
     „Ach, wie ist Natur so schwer“,
     Lord Tristan Mickleford in F. v. Flotow, 1. Aufzug, 3. Auftritt.
     Das Thema Geist und Natur ist seit Jahrhunderten aktuell:
     Es bezeichnet die Beziehung zwischen Leben und Denken von
     allem Anfang an und quer durch alle Kulturen und Religionen.
Es ist daher kein Zufall, dass in Europa das vorsokratische Denken
mit Thales von Milet und Anaxagoras bei der Frage nach den Prinzipien von Physis
(Natur) und Nous (Geist) einsetzte. 
Ich habe nun vor, in einer mehrmonatigen Vortragsreihe das Verhältnis von Geist und Natur noch einmal neu zu bedenken. Als Hilfsmittel und vorläufige Richtschnur soll dabei ein auf einer wissenschaftlichen Tagung im Sept. 1985 gehaltener Vortrag von Prof. Jürgen Mittelstraß mit dem Titel: „Leben mit der Natur“ stehen. In diesem wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur mit verschiedenen Naturbegriffen und deren historischer Entwicklung erfolgt ist. 
Aus den Fragestellungen, die hier aufscheinen, entwickele ich das Programm für die folgenden Vorträge: die Fragen, ob und inwieweit Philosophie und Naturphilosophie wirklich so eng und unmittelbar zusammenhängen, wie behauptet wird; wie schwer der sokratische Einwand wiegt, die Natur sei keine Quelle der Wahrheitsfindung; und ob die Unterscheidung von natura naturans (einer schaffenden Natur) und einer natura naturata (einer geschaffenen Natur) heute noch einen Sinn macht.   

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Mo, 8. Okt. und Mo, 22. Okt. 10:15 Uhr im Wohnparkam Wall:
Psychologischer Gesprächskreis.
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Kinkel.
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Di, 9. Okt. 10:30 Uhr
Kulturfrühstück im Stadtpark.
       Dr. Ahlborn: Woran die Windkraft scheitern wird.
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Di, 9. Okt. 19:30 Uhr in der Jakobi-Kirchengemeinde:
Kreis für Lebensfragen.
       Die Geschichte der Kirche und ihre Stellung zur (Re)Inkarnation!
Di, 16. Okt. 15:00 Uhr im Louise-Schröder-Haus und
Di, 23. Okt. 19:30 Uhr in der Jakobi-Kirchengemeinde.
       Tiefe Trauer und trotzdem in Fülle leben!
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Mi, 10. Okt. 15 Uhr im Stadtpark:
Literaturkreis.
Witz, Ironie und Verve, ein Roman über Liebe undLeidenschaft, Verrat und Lüge und
über die Wahrheit von Literatur und Kunst verspricht uns Klaus Modick
mit "Keyserlings Geheimnis". Parallel dazu wollen wirden Protagonisten dieser fiktiven           Biographie zu Wortkommen lassen.Keyserlings Geheimnis – vom spielsüchtigen Studenten
zum "baltischen Fontane". Klaus Modick (1951) erzählt in seinem neuen Roman von einem Schriftsteller, dendie Vergangenheit einholt. Die fiktive Biographie des Außenseiters, adligen Dandys und Dichters von europäischem Rang, rankt sich um ein Bild von Lovis Corinth, da „der baltische Fontane“ bis auf wenige Ausnahmenseinen schriftlichen Nachlass vernichten ließ.
Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe seineSchwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am StarnbergerSee zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell.
Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholtnach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten.
Nach seinem Bestseller »Konzert ohne Dichter« gelingt Klaus Modick, der Germanistik, Geschichte und Pädagogik studierte und zahlreiche Literaturpreise bekam, erneut ein unvergesslicher Künstlerroman. Ironisch, atmosphärisch, klug und spannend.
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Mo, 15. Okt. 15:00 Uhr im Stadtpark: Philosoph. Lesekreis.
        David Hume, Über den menschlichen Verstand.

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Do, 18. Okt. Wirtschafts-Einmaleins.

        Führung im Wissenschaftsmuseum “phaeno”, Wolfsburg, von 12:15 Uhr bis 13:15 Uhr.

        Danach freie Zeit. Ab 14:00 Uhr Kaffeetafel. Kosten: 13 € pro Person.

        Wer nicht mit dem PKW fahren möchte, trifft sich um 10:45 Uhr mit Heide Steinmann

        am Braunschweiger Hauptbahnhof.

        Anmeldung bei Wolfgang Jentsch, Tel. 0531 - 872577.

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Mi, 24. Okt. 10:30 Uhr im Stadtpark Philosophie: Geist und Natur.

        Moderation: Dr Helmut Blöhbaum.

       Siehe oben: Philosophischer Stabwechsel. 

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      Vorschau:

MATERIE UND GEIST 

6. Konkurrenz oder Kooperation 

- Podiumsdiskussion - 

 

Dienstag, 27. Nov. 2018, 19 Uhr

Bildungszentrum Klinikum Braunschweig, Eintritt frei.

 

Bildergebnis für ulrich kutschera

EVOLUTION: Prof. Dr. Ulrich KUTSCHERA. Evolutionsbiologe und Physiologe. Forschungs- und Lehrtätigkeit in Deutschland und den USA.

 

Mutation und Selektion: Seit Darwin wissen wir, dass die Starken gewinnen und die Schwachen verlieren. Aber wehe, wenn sich die Umwelt verändert! Dann sterben plötzlich die Sieger aus und die Mickrigen überleben. In der Evolution wechseln sich Phasen des Konkurrenzkampfes mit kooperativen Phasen der Integration ständig ab. Die Aufzucht der Nachkommen wäre ohne aufopfernde Mutterliebe kaum denkbar.

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WIRTSCHAFT: Prof. Dr. Günther MENSCHING. Eh. Direktor des Philosophischen Seminars der Uni Hannover, Studium bei Adorno und Horkheimer (Frankfurter Schule), Gastprofessor an der Sorbonne und an der University of South Carolina.

 

Materieller Fortschritt, Leistungswettbewerb, Erfolgs- und Machtdenken auf der einen Seite - der Wunsch nach friedlichem Zusammenleben, gegenseitiger Inspiration und geistigem Wachstum auf der anderen. Brauchen wir in der globalen Wirtschaft mehr Wettbewerb oder mehr Partnerschaft - oder sollte sich beides die Waage halten? Kann das Verhältnis zwischen Gewinnstreben, technischer Machbarkeit und moralischer Verantwortung ausgeglichen werden? Wie kann der freie Wettbewerb seine positiven Wirkungen entfalten?

MODERATION: Prof. Dr. Jochen HINZ,

Honorarprofessor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, Psychologe an der TU Braunschweig.

 

KONZEPT UND ORGANISATION: Birgit SONNEK  M.A. Tel. 05304 – 3273.

Mail: big.sonnek@gmx.de. Literatur: www.schlüsseltexte-geist-und-gehirn.de.

 

PROGRAMM:

19 Uhr Begrüßung und Einführung: Prof. Hinz.

19:20 Uhr Referat Prof. Kutschera.

20 Uhr Pause.

20:20 Uhr Referat Prof. Mensching.

21 Uhr Diskussion.

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Di, 27. Nov. 11:00 Uhr: Wirtschafts-Einmaleins.
Betriebsbesichtigung bei der Fa. ARCTIC GmbH, Bevenroder Str. 149.
Arctic wurde kürzlich auf dem deutschenMittelstands-Summit mit dem TOP-100-Siegel
für besondereInnovarionskraft ausgezeichnet. Schwerpunkt: PC-Kühlsysteme,
weitere PC-Komponenten, IT usw.
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Di, 11. Dez. 10:00 Uhr Kulturfrühstück: 30 Jahre KOLLEG 88!

Wir feiern unser Jubiläum im Landhaus Seela, Messeweg.

Programm:

1. Begrüßung.

2. Frühstück (kostenlos).

3. Muckefuck (Vortrag).

4. Filmischer Rückblick von Horst Hilderts.

Musikalische Untermalung: Martin Hartleben am Klavier und Flötistin Heike Schineller.

Bitte unbedingt anmelden bei Heide Steinmann, 05306 – 4241!

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Mi, 9. Jan. 2019 15:00 Uhr Literaturkreis  im Stadtpark.
Vortrag von Aribert Marohn:

Raabes Frauen. DieLiterarischen Frauengestalten bei Wilhelm Raabe (1831 - 1910) sind
eigenwillig, stark, entschlussfreudig und modern.

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21. bis 29. Juni 2019: Unsere nächste Jahresreise,

bitte schon einmal vormerken. Heide Steinmann.

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Programm "Kreis für Lebensfragen".

Hinweise: Schriftliche Unterlagen werden 3 Tage vor Beginn des entsprechenden Themas unter „Aktuelles“ als „Image“ kommuniziert, danach bis zum nächsten Themenwechsels unter „Chronik“ weiter veröffentlicht. Bei Bedarf einer PDF-Datei (auch über Vergangenes) bitte ich um Nachricht über meine E-Mail, da die Dateien über „Intern“ bereit gestellt werden, dessen Passwort monatlich wechselt!

 

Ort LSH, 16. Veranstaltungs-Thema am 04.09.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Was ist (ein gutes) Leben? Gibt es eine Glückseligkeit?

Ort JKG, 16. Veranstaltung am 11.09.2018 um 19:30 Uhr
Wie können wir ein gesundes und glückliches Leben führen? Wenn Sie denken, es ist Ruhm und Geld, Sind Sie nicht alleine – aber laut Psychiater Rober Waldinger liegen Sie falsch. Als Leiter einer 75-jährigen Studie über die Entwicklung Erwachsener hat Waldinger einen noch nie dagewesenen Zugang zu Daten über wahres Glück und Zufriedenheit. In diesem Vortrag teilt er drei wichtige Lehren, die aus der Studie gezogen wurden, genauso wie einige praktische, uralte Weisheiten, wie man sich ein erfülltes, langes Leben aufbaut.


Ort LSH, 17. Veranstaltungs-Thema am 18.09.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Ilan Stephani, Autorin und Körperforscherin als ehemalige Prostituierte berichtet!

Ort JKG, 17. Veranstaltung am 25.09.2018 um 19:30 Uhr
Zwei Jahre lang arbeitet Ilan Stephani in einem Berliner Bordell als Prostituierte. Sie erschafft sich ein Alter Ego, mit dem sie diesen tabuisierten Randbereich der Gesellschaft erforscht. Neugierig begegnet die junge Frau dieser für sie bis dahin völlig unbekannten Welt und macht erstaunliche Entdeckungen:
Statt Huren und Freiern im Zwielicht erlebt sie den Puff als Spiegel der Gesellschaft. Die Menschen hier haben mit denselben Ängsten, Mechanismen und Zuschreibungen zu kämpfen wie überall sonst, nur, dass sie offener damit umgehen.
Sehr ehrlich und nachdenklich beschreibt die Autorin einen Mikrokosmos, in dem sie viel über die menschlichen Besonderheiten lernen konnte. Solidarität und Offenheit sind Werte, die überall gelebt werden können – dann ginge es allen besser, nicht nur im Bett.


Thema: Die Geschichte der Kirche und ihre Stellung zur (Re)Inkarnation!
Ort JKG, 18. Veranstaltung am 09.10.2018 um 19:30 Uhr
Wir wollen die Spannungen und die Widersprüche mit der kirchlichen Lehre thematisieren und die Frage erörtern, ob ein Glaube an die Reinkarnation ein glücklicheres Leben ermöglichen kann.
Die christliche Botschaft kennt kein Karma, das der Mensch durch eigene Anstrengungen überwinden und auflösen muss. Der Mensch kann sich nach christlicher Vorstellung von seiner Schuld nicht durch gute Taten selbst erlösen – er braucht es auch nicht selbst zu tun. Der Mensch kann sich nach christlicher Vorstellung auch nicht durch eigene Anstrengungen zur Vollkommenheit entwickeln. Christen können vielmehr darauf vertrauen, dass Gott sie mit all ihren Unvollkommenheiten annimmt und erlöst. Ist das alles für den Menschen?

 

Ort LSH, 19. Veranstaltungs-Thema am 16.10.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Tiefe Trauer und trotzdem in Fülle leben!

Ort JKG, 19. Veranstaltung am 23.10.2018 um 19:30 Uhr
Manchmal haben Menschen schwere Schicksalsschläge zu erdulden. Ist trotzdem ein Leben in Fülle lebbar?
Können oder dürfen wir Gott für die „Schläge“ verantwortlich machen?

Ort LSH, 20. Veranstaltungs-Thema am 06.11.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Konfliktlösungsmöglichkeiten

Ort JKG, 20. Veranstaltung am 13.11.2018 um 19:30 Uhr
Wir wollen Konfliktlösungsstrategien zusammentragen und uns die Möglichkeiten bewusst machen, Konflikte positiv für uns zu lösen, um mit den Lösungsstrategien menschlich weiter zu reifen.

Ort LSH, 21. Veranstaltungs-Thema am 20.11.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Epos Dei - Die geheimnisvolle Ordnung hinter den Dingen!

Ort JKG, 21. Veranstaltung am 27.11.2018 um 19:30 Uhr
Wir versuchen anhand einer NuoViso Filmproduktion einigen Geheimnissen des Lebens auf die Spur zu kommen.

Ort LSH, 22. Veranstaltungs-Thema am 04.12.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Gibt es Lebenslügen und wie können wir damit umgehen?

Ort JKG, 22. Veranstaltung am 11.12.2018 um 19:30 Uhr
„Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück“ von Ibsen. Gibt es Lebenslügen?

Ort LSH, 23. Veranstaltungs-Thema am 18.12.2018 um 15:00 Uhr
Thema: Gleichartige Schicksalsthemata zwischen den Generationen!

Manchmal haben Menschen generationsübergreift ähnliche Schicksale. Gibt es Bindungen oder Lernerfahrungen über die Generationen hinaus, die dieses begünstigen, oder gibt es sogar Familiengeheimnisse, die gelöst werden können oder sogar müssen?

 

JKG = Jakobi-Kirche-Gemeinde.

LSH = Louise-Schröder-Haus.

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Aribert Marohn bietet uns weitere Philosophische Buchvorstellungen an, die nur im Kulturbrief abgedruckt werden. Hier sein Entwurf für 2019

 

Nina Verheyen: Die Erfindung der Leistung (2018)

Nina Verheyen erzählt die Geschichte einer Idee, die unser aller Leben prägt. Sie plädiert für eine historisch informierte und zugleich neue, sozialere Definition von Leistung, mit der sich überzeugend gegen Optimierungszwänge, Marktmechanismen und soziale Ungleichheit streiten lässt.

 

Yuval Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit (dt.2013)

Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Und die Menschheit steht jetzt an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, welchen Weg sie von hier aus gehen will.

 

Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klassen in England (eng1.1845/ dt.1891/ 2O17)

In der modernen Stadt herrsche, so die Beobachtung von Engels, überall »barbarische Gleichgültigkeit, egoistische Härte« und »namenloses Elend« (Engels, Lage, 32). Drei miteinander verknüpfte Elemente bedingen das Elend in den ärmsten Gegenden der Stadt: der Schmutz, die Gefahr der Kontamination und die Figur des Wilden. Der Elendsdiskurs wirkte in einem gleichermaßen berühmten Buch nach, das Friedrich Engels gemeinsam mit Karl Marx einige Jahre später vorlegte. Im Kommunistischen Manifest (1848) bewegt sich das Lumpenproletariat – darin durchaus den »Irländern« vergleichbar – am unteren Ende der sozialen Leiter.

 

lrvin D. Yalom: Denn alles ist vergänglich (2015)

In zehn packenden Erzählungen aus der Psychotherapie entschlüsselt der bedeutende amerikanische Psychotherapeut Irvin D. Yalom die Geheimnisse, Frustrationen, aber auch die Erhabenheit und den Humor, die nicht nur den Kern jeder therapeutischen Begegnung ausmachen, sondern auch des Lebens selbst.

 

Peter Sloterdiik: Nach Gott (2017)

Welche Entwicklungen sind jedoch mit dem spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts virulenten Satz »Gott ist tot« verbunden? Ist er ein Philosophem ohne reale Effekte? Ist er die Beschreibung eines Mentalitätswandels? Ist er eine Diagnose des Geschehenden? Ist er als Prognose zu begreifen, die alle interreligiös begründeten Auseinandersetzungen beendet?

 

Marianne Ehrmann: Philosophie eines Weibes (1784 I 2017)

Auseinandersetzung von Frauen mit Staat und Gesetz, womit sich Marianne Ehrmann mit satirischem Witz aktiv an der zeitgenössischen Debatte um die bürgerlichen Rechte der Frau beteiligte. Trotz großem Erfolg kam es zu Differenzen mit dem Verleger, worauf die Publizistin bei Orell, Gessner und Füssli in Zürich mit „Die Einsiedlerinn aus den Alpen“ ab 1793 einen zweiten Versuch startete, den sie aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Die „Einsiedlerinn“ war zugleich die erste Frauenzeitschrift der Schweiz, die von einer Frau in Eigenverantwortung herausgegeben wurde.

 

Jakob Sprenger/ Heinrich lnstitoris: Der Hexemhammer (1487/1907)

Der ›Malleus Maleficarum‹, deutsch ›Der Hexenhammer‹, Erstdruck 1487, steht am Beginn der blutigen Epoche der europäischen Hexenverfolgungen. Als Handbuch der Hexenjäger -überwiegend Dominikaner -, zählt er zu den verhängnisvollsten Büchern der Weltliteratur. Ein nicht zu tilgender Schandfleck auf dem Ordensgewand der Inquisitoren. Nicht zuletzt deswegen ist er auch heute noch ein Basistext zum Verständnis der abendländischen Geistes- und Kulturgeschichte.

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